Der VW-Skandal zieht weitere Kreise. Wegen der Abgasaffäre müssen die deutschen Autobauer nun erstmals auch eine Auszeichnung in den USA zurückgeben. Die Green Car of the Year“-Auszeichnung hatten Audi und VW für besonders umweltfreundliche Diesel-Modelle erhalten. Nun hat das „Green Car Journal“ diese Auszeichnung aberkannt.

Jetta und A3 mit TDI-Motoren

Nachdem mit einem Software-Trick der Abgas-Ausstoß von tausenden von Fahrzeugen manipuliert worden ist, sahen die Herausgeber des Preises die Entscheidung als angemessen an. Damit sind die „Green Car of the Year awards“ für den VW Jetta TDI und den Audi A3 TDI von 2009 und 2010 gestrichen. Die Unternehmen stimmten der Rückgabe der Preise zu.

VW-Skandal – Betrug an den Abgaswerten

In Amerika gelten sehr strenge Grenzen für gesundheitsschädliche Stickoxide von Dieselmotoren. Während in Deutschland Dieselmotoren der Euro-6-Norm bei 80 mg/km liegen, darf der Wert in den USA 31mg/km nicht überschreiten. In Europa schaffen das die Autobauer nur mit teurer Technik wie der Zusatzeinspritzung mit dem Harnstoff AdBlue. Hierbei verbinden sich die giftigen Stickoxide mit dem Harnstoff und werden in ungiftigen Stickstoff und Wasserstoff umgewandelt. Die betroffenen Vierzylinder-TDI-Motoren erreichten ohne die Harnstoff-Technik nur Eruo5.

Der geforderte Wert in Amerika war ohne Einsatz teurer Technik nur über unerlaubter Test-Software zu erreichen. Wie VW das Problem nun lösen will, ist noch nicht geklärt. Seit 2007 wurden laut ADAC weltweit elf Millionen Vierzylinder-TDI-Motoren manipuliert. Dem Unternehmen drohen jede Menge Schadensersatzklagen betroffener Autofahrer und auch eine Strafe von bis zu 18 Milliarden Dollar