Strom sparen beim Waschen, Wäsche trocknen und Bügeln

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Strom sparen ist angesagt! Fernseher und Radio kann man ausschalten, der Computer muss auch nicht ständig laufen. Anders ist es beim Waschen: Das Waschen ist unvermeidbar; damit sind die Kosten für den Stromverbrauch, was die Wäschepflege angeht, eine feste Größe im Haushaltsbudget. Wie rund ums Waschen, Wäsche trocknen und Bügeln Strom sparen?  Hier einige Tipps, die zeigen, wie man bei der Wäschepflege ohne viel Mühe Strom sparen kann und dabei auch noch seinen Geldbeutel schont.

Strom sparen bei der Waschmaschine: Stromsparende Waschmaschine kaufen

Waschmaschine der höchsten Energie-Effizienzklasse A+++ kaufen: Wenn schon eine neue Waschmaschine, dann die Richtige! Wer sich über die aktuell auf dem Markt befindlichen Geräte informieren möchte, dem bietet die Datenbank der Initiative Energie-Effzienz unter stromeffizienz.de eine Übersicht an Topgeräten mit einem besonders niedrigen Stromverbrauch – ideal zum Strom sparen! Dabei sind Haushaltsgeräte nach vier Kategorien aufgelistet:

Einen Überblick über stromeffiziente Waschmaschinen gibt´s unter dem Link oben.

Besonders hilfreich: Bei jedem Gerät sind die Stromkosten für einen Betrieb von 9 Jahren angegeben. Auch wenn sich die Strompreise in dieser Zeit immer wieder ändern – mit diesen Angaben kann man den Stromverbrauch der einzelnen Geräte sehr gut miteinander vergleichen.

Noch ein Tipp: Wenn die Warmwasser-Anschlüsse günstig gelegen sind, lohnt sich eine Waschmaschine mit zwei Wasseranschlüssen, einem Kalt- und einem Warmwasseranschluss. Damit spart man sich die Stromkosten, die durch das Aufheizen des Wassers in der Waschmaschine entstehen. Im besten Fall kann man die Waschmaschine mit solar beheiztem Wasser versorgen!

Strom sparen beim Waschen: Richtig waschen und schleudern

Verschmutzte Wäsche vor dem Waschen in Waschsoda einweichen: Kinder, die im Matsch spielen, Handwerker, die draußen arbeiten, Outdoor-Fans, die mit erdverkrusteten Klamotten nach Hause kommen… – es kommt immer wieder vor, dass Wäsche stark verschmutzt ist. Was tun? Schmutzige Wäsche sofort in einen großen Eimer oder Bottich geben, Bottich mit Wasser auffüllen, ein paar Löffel Waschsoda
darüber geben und einweichen. Wäsche nach ein paar Stunden herausnehmen und in der Waschmaschine waschen.

Waschmaschine voll beladen: Ich habe mir strikt angewohnt, erst zu waschen, wenn die Maschine voll ist. Damit komme ich insgesamt auf weniger Waschladungen – die Waschmaschine ist nicht so oft in Betrieb und das spart Strom! Nebenbei muss man die Wäsche auch nicht so oft aufhängen…

Bei niedriger Temperatur waschen: Meistens reichen bereits 40 Grad Celsius, um Flecken aus der Wäsche zu bekommen. Viele Kleidungsstücke werden schon bei 20 Grad sauber.

Wäsche hochtourig schleudern: Die Feuchtigkeit, die man durch das Schleudern aus der Wäsche entfernt hat, muss man hinterher nicht an der Luft oder im Trockner loswerden. Je schneller die Trommel rotiert, desto mehr Wasser presst sie aus der Wäsche heraus – die Restfeuchte ist geringer. Ideal sind Waschmaschinen, die mit 1.600 Schleuderntouren in der Minute arbeiten.

Strom sparen beim Wäsche trocknen

Wäsche an der frischen Luft auf einem Wäscheständer oder eine Wäschespinne trocknen: Das spart nicht nur den Trockner. Es schont auch die Wäsche: Wer empfindliche Kleidungsstücke, also Hemden oder Blusen, im Trockner trocknet, muss damit rechnen, dass sich die Manschetten und Kragen schneller abstoßen.

Wäsche an der frischen Luft vortrocknen, dann in den Trockner: Nicht jeder hat eine hochtourig schleudernde Waschmaschine. Um lange Trockenzeiten mit dem Trockner zu vermeiden, lohnt es sich, wenn man die Wäsche eine Zeitlang an der Luft trocknet. Erst wenn die Wäsche bereits gut angetrocknet ist, kurz in den Trockner geben – dann spart man sich auch schon fast das Bügeln.

Wäsche sofort nach dem Trocknen aus dem Trockner nehmen: Draußen regnet es, der Keller ist voll gestellt und auf dem Balkon ist auch kein Platz mehr für einen Wäscheständer – manchmal kommt man einfach nicht darum herum, einen Trockner zu benutzen. Doch auch hier kann man Strom sparen: Die Wäsche nach dem Trocknen aus dem Trockner nehmen und möglichst ohne Falten in den Wäschekorb legen oder auf einen Bügel hängen. Damit spart man sich viel Zeit und Energie beim Bügeln.

Strom sparen beim Bügeln: Wäsche energiesparend glätten

Wäsche vor dem Bügeln sortieren: Socken, Unterwäsche, dazwischen Blusen und T-Shirts… in Wäschekörben ist die Wäsche meist bunt durcheinander. Wer erst beim Bügeln die Wäsche auseinander sortiert, verliert viel Zeit – und das Bügeleisen ist die ganze Zeit heiß. Am besten bereits beim Abnehmen der Wäsche mehrere Körbe bereithalten und die Wäsche sortieren.

Wäsche glattstreichen statt bügeln: Wer seine Wäsche draußen bei Wind oder im Trockner trocknet, braucht sie häufig nicht zu bügeln. Mit der flachen Hand glattstreichen reicht meistens.

Wärmereflektierendes Bügelbrett benutzen: Damit kann man die Bügeltemperatur etwas niedriger einstellen. Man muss dafür nicht eigens ein spezielles Bügelbrett kaufen – im Handel gibt es sehr günstig wärmereflektierende Bügelbrettbezüge, die man immer wieder erneuern kann.

Trockene Wäsche kurz in den Trockner statt stundenlang bügeln: Wer Wäsche „windstill“ im Keller auf einem Ständer trocknet, kennt es – die Handtücher sind hart und haben Knicke, die Vorder- und Rückseiten von T-Shirts „kleben“ aneinander; dazu kommen Falten. Die Lösung: Wäsche abnehmen, kurz in den Trockner geben und dann sofort zusammenlegen.

Muss ich das wirklich waschen? Alternativen zum Waschen prüfen!

Lüften und bürsten statt ständig waschen: Man muss ja nicht so weit gehen, wie der Chip Bergh, der Chef der Kultmarke Levi’s, der auf einer Nachhaltigkeitskonferenz im Mai 2014 empfahl, eine Jeans niemals zu waschen. Nebenbei: Das ist wirklich ein sehenswerter Beitrag; die Aussage, dass er seine Jeans niemals wäscht, trifft er im Interview in der neuten Minute. Auch wenn vielen eine solche Haltung übertrieben vorkommt – es ist etwas Wahres dran: Nicht immer ist es notwendig, Kleidung, die verschmutzt oder nur verknittert ist, sofort in die Waschmaschine zu geben. Was tun?

  • Lüften statt waschen: Oberbekleidung aus Schurwolle kann man sehr gut draußen lüften – sie wird damit wieder frisch und kann ausgebürstet werden. Wie funktioniert das? Anders als Baumwolle, die Flüssigkeit aufsaugt und Gerüche sehr gut konserviert, reinigt sich Schurwolle dank ihrer besonderen Struktur von selbst, sogar von selbst; auch Gerüche verschwinden nach gründlichem Lüften.
  • Bürsten statt waschen: Bei verschmutzter Kinderkleidung ist es oft sinnvoll, Erdkrusten am Hosensaum ein wenig eintrocknen zu lassen und dann auszubürsten. Dann kann man die Hose am nächsten Tag noch einmal anziehen.

Haben Sie weitere Tipps rund ums Strom sparen beim Waschen, Wäsche trocknen und Bügeln? Wir freuen uns über jeden Kommentar und jede Zuschrift unter info@muenchen-querbeet.de!

Quellen:

  • http://forum-waschen.de
  • http://www.stromeffizienz.de
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2 Kommentare

  1. Gute Anregungen, dazu möchte ich noch meinen Senf geben:
    – nur am Wochenende waschen (wenn die Industrie auf Sparflamme ist)
    – leider ist das Waschen mit Niedrigtemperaturen nicht dauernd sinnvoll, denn es entwickeln sich Schimmelporen innerhalb der Maschine, das hat mir ein Installateur mit verzogenen Miene gesagt, der spezialisiert war, alte Maschine zu reparieren…und er fand das eklig, was ich gut nachvollziehen kann.
    – die Wäsche in der Waschmaschine nie liegen lassen, sofort rausnehmen und kräftig schütteln, im Sommer: Nähte der Leinenkleider in die Länge ziehen, der Hosen auch, alle T-Shirts, Blusen, Hemden sofort auf Waschbügeln hängen, fertig, ich brauche noch ganz, ganz selten ein Bügeleisen…
    – Am besten die nasse Wäsche im Bad hochhängen (Wärme geht bekanntlich nach oben), auf der Duschevorhangstange z.B. (kann man einfach beiseite schieben zum Duschen – bei Badewanne versteht sich, sonst wird’s eng ;-)); bei mir ist das Bad klein und warm, im Winter ist es oft der einzige Raum, der beheizt ist. Abends gewaschen, morgen abgehängt, fertig.

  2. Hallo Birgit,
    super toller Artikel.
    Hier kann ich zustimmen: „Wärmereflektierendes Bügelbrett benutzen: Damit kann man die Bügeltemperatur etwas niedriger einstellen. Man muss dafür nicht eigens ein spezielles Bügelbrett kaufen – im Handel gibt es sehr günstig wärmereflektierende Bügelbrettbezüge, die man immer wieder erneuern kann.“ Ich habe auch so einen Bügelbrettbezug zuhause – funktioniert super!
    Man verbraucht sowieso total viel Strom im Alltag und oft macht man sich keine Gedanken darüber…
    Ganz viele Grüße, Melanie

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