Prinzessinnengärten in Berlin – Fotogalerie

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Eben komme ich aus Berlin zurück. Schon am ersten Tag ging es nach Kreuzberg an den Moritzplatz – die Prinzessinnengärten anschauen. Es ist kaum zu glauben, der Garten liegt wirklich sehr zentral, fast mitten in der Stadt, und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr bequem zu erreichen: Man geht einfach den U-Bahn-Ausgang der Station Moritzplatz hoch, und steht schon fast vor dem Garten. Kurz: Ein Mitmach-Garten mit U-Bahn-Anschluss! Was erwartet die Besucher? Die Fotogalerie, aufgenommen am Pfingstwochenende 2014, zeigt es:

Was genau sind die Prinzessinnenngärten? Wer es (noch) nicht weiß: Die Prinzessinnengärten sind DAS  Urban Gardening-Projekt schlechthin in Deutschland! Es wurde 2009 von Robert Shaw und Marco Clauen ins Leben gerufen. Die Fläche, auf der hier seit inzwischen fünf Jahren gegärtnert wird, lag vorher 60 Jahre lang brach. 2009 beseitigten Bürger auf der rund 6000 m² großen Fläche rund zwei Tonnen Unrat und Müll. Gegärtnert wird ökologisch mobilen Behältern, überwiegend Bäckerkisten oder Reissäcken; darüber hinaus gibt es Workshops, Führungen u.v.m.

Wie wird in den Prinzessinnengärten gearbeitet?

Ich war überrascht, wie professionell hier gewerkelt wird! Auch wenn die Anlage im ersten Moment etwas chaotisch aussieht – in den Prinzessinnengärten ist alles wohlgeordnet. Es ist genau eingeteilt, wo welche Pflanzen wachsen, wo ausgesät wird und wo die Jungpflanzen stehen. Am Eingang gibt es ein Schild mit einem Hinweis darauf, welche Früchte und Gemüse geerntet werden können.

Dennoch ist den Machern der Humor nicht abhanden gekommen: Das Schild, das vor dem Staudengarten angebracht ist, verspricht Eltern, dass ihre unbeaufsichtigten Kinder mit einem doppelten Espresso und einem Hundewelpen versorgt werden!. Na, wenn das keine Einladung ist, ein oder, besser noch, beide Augen auf seinen Knirps zu werfen!

Alles wirkt fast so, als wollte man durchaus nennenswerte Mengen anbauen und ernten: Es gibt ein sehr ausgeklügeltes Bewässerungssystem für die Tomaten, das mit Schläuchen betrieben wird. Dabei wird natürlich darauf geachtet, dass kein Wasser verschwendet wird.

Trotzdem wirkt auf dem Gelände alles sehr locker und gelassen, von Hektik keine Spur. Als Touri kann man in den Prinzessinnengärten unbehelligt herumgehen und fotografieren, was in anderen Gartenanlagen, vor allem in Kleingärten, nicht so gern gesehen wird.

Tipp: Buch über die Prinzessinnengärten

Die Initiatoren haben im Jahr 2012 ein sehr lesenswertes Buch über die Prinzessinnengärten veröffentlicht, das wir auf unserem Blog auch besprochen haben, und zwar unter Rezension: Nomadisch Grün (Hg.) Prinzessinnengärten. Anders gärtnern in der Stadt.

Prinzessinnengärten

Nomadisch Grün (Hg.) Prinzessinnengärten. Anders gärtnern in der Stadt. Cover: Dumont Verlag

Kaufen kann man das Buch natürlich auch, am besten hier – einfach klicken:

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