»Wiesn-Klimafreunde«-Umwelt-Projekt von »Mr. Cool Ness«

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Wiesn Klimafreunde - ein Projekt von Certified Coolness (Logo: Certified Coolness)Klimaschutz geht uns alle an. Die Schlagzeilen über Naturkatastrophen und Umweltsünden erinnern uns täglich an die ernst zu nehmende Lage unseres Planeten Erde. Die Firma Certified Coolness aus München engagiert sich aktiv für den Klima- und Umweltschutz in München. Wichtig ist Certified Coolness eines: Umweltschutz soll Spaß machen – auch und gerade auf der Wiesn!

Sofia Delgado, Mitbegründerin von www.muenchen-querbeet.de, sprach mit Izai Amorim (Mr. Cool Ness), Geschäftsführer und Inhaber von Certified Coolness, über sein aktuelles „Wiesn Klimafreunde„-Projekt und seine Ansichten zum Thema Klimaschutz.

M-Q: Die Wiesn hat angefangen. Millionen Besucher kommen. Sie sind dort mit Ihrem Wiesn Klimafreunde Konzept vertreten. Was steckt dahinter?

Mr. Cool Ness: Das Projekt hat mehrere Ebenen. An erster Stelle steht, das Thema Klima- und Umweltschutz mit positiven Bildern und Botschaften zusammenzubringen. Darüber hinaus wollen wir Menschen dazu motivieren, etwas Konkretes zu tun. Denjenigen, die handeln wollen, bieten wir konkrete Hilfestellung mit zwei Aktionen: einer zur CO2-Reduktion und einer weiteren zum CO2-Ausgleich.

M-Q: Die Wiesn ist das große Spaß-Erlebnis-Event des Jahres für viele Münchner und Besucher aus der ganzen Welt. Meinen Sie, das ist der richtige Ort und Anlass, um für Klimaschutz zu werben?

Mr. Cool Ness: Gerade deswegen! Klima- und Umweltschutz haben kein positives Image. Das Thema wird oft mit Verzicht, Leiden, Schuld usw. verbunden. So machen die Leute nicht mit. Klima- und Umweltschutz müssen Spaß machen und cool werden. Die Wiesn ist schon sehr klima- und umweltfreundlich – und wird es jedes Jahr mehr. Zum Beispiel die Müllmenge wurde in den letzten 20 Jahren um 90% reduziert! Die Gaudi aber bleibt erhalten – eigentlich wird die Wiesn immer schöner, nicht wahr? Also die Wiesn beweist, dass man Spaß mit Klima- und Umweltschutz gut kombinieren kann!

M-Q: Mit dem Kauf von Wiesn-Klimaherzen, die Sie auf der Wiesn anbieten, kann man den Co2-Ausstoß, den man beim Wiesn-Besuch verursacht hat, reduzieren. Wie funktioniert das?

Mr. Cool Ness: CO2-Ausgleich ist ein Kind des Kyoto-Protokolls. Es basiert auf einem einfachen Prinzip: Wo auch immer auf der Erde Emissionen reduziert werden, hilft es der Klimastabilisierung. Deswegen werden Emissionen dort eingespart, wo es am einfachsten und wirtschaftlich am günstigsten ist. Wer ein Klimaherz kauft, finanziert ein Projekt in Bayern mit, das CO2-Emissionen verringert.

M-Q: Und darüber hinaus? Wie soll die CO2-Reduktion durch die Wiesn-Besucher erfolgen?

Wiesn-Klimaherzen der Wiesn Klimafreunde (Foto: Wiesn Klimafreunde)Mr. Cool Ness: Die Klimaherzn sind sympathische Werbeträger der Wiesn-Klimafreunde und motivieren, bei der Aktion zur CO2-Reduktion mitzumachen. Diese beinhaltet ein Online-Coaching über 8 Wochen, das heißt, die Aktion läuft auch nach der Wiesn weiter. Die Aktion wendet sich an Einsteiger, ist kostenlos und jeder kann mitmachen. Ich zeige den Teilnehmern, wie man in einem Jahr 1 bis 2 Tonnen CO2-Emissionen reduzieren und dabei gesünder, glücklicher und ein wenig reicher werden kann.
Man kann sich noch für die zweite Gruppe bis zum 7. Oktober anmelden unter: www.certifiedcoolness.de/wiesnklimafreunde

M-Q: Die Sounds For Nature Foundation e.V. (SfN), ein unabhängiger Verein, der mit dem Bundesamt für Naturschutz kooperiert, setzt sich für Umwelt-Standards bei Großveranstaltungen, d.h. speziell bei Festivals ein. Arbeiten Sie mit dem SfN zusammen oder haben Sie andere Partner, die Sie beim Klimaschutz auf der Wiesn unterstützen?

Mr. Cool Ness: Für die Umwelt- und Klimastandards der Wiesn ist die Landeshauptstadt München allein zuständig. Sie leistet eine hervorragende Arbeit: Die Wiesn gilt unter Fachleuten weltweit als Vorbild für eine umweltschonend durchgeführte Mega-Veranstaltung! Eine meiner Aufgaben sehe ich darin, dies zu kommunizieren. Denn bei der breiten Öffentlichkeit scheint dies noch nicht richtig angekommen zu sein. Noch wichtiger, ich will die Bürger dazu motivieren, selbst auch aktiv zu werden und nicht auf die Politik, Wirtschaft usw. zu warten. Jeder hat einen Beitrag zu leisten.

M-Q: Sie sind in erster Linie ein Aufklärer zum Thema Umweltschutz, der die Menschen anleiten will, sich richtig zu verhalten. Wie wichtig ist Ihnen dabei der Faktor Spaß?

Mr. Cool Ness: Nein, um Gottes Willen, kein Aufklärer! Ich will niemand aufklären, sondern motivieren und begeistern!  Aufgeklärt sind die Menschen schon lange. Sie wissen wohl, was zu tun ist – tun aber oft nichts. Was fehlt? Die Motivation! Der Mensch will und braucht Genuss, Vergnügung, Freude. Leider verkünden viel zu oft Umweltaktionen den Weltuntergang oder sie verlangen von den Leuten „Calvinistische Selbstzerfleischung“. So motiviert man niemanden.

M-Q: Sie betreiben auch ein unabhängiges Trendforschungsinstitut. Welche Trends machen Ihnen Mut?

Mr. Cool Ness: Nicht die einzelnen Trends interessieren mich, sondern ihre Mechanik: Wie, warum und von wem Trends gemacht und verbreitet werden und welche Nebenwirkungen sie haben können. Es gibt unendliche Möglichkeiten, cool zu sein: Warum ausgerechnet Trends folgen, die schädlich sind? Wir müssen die Klaviatur der Trendmechanik nutzen, um die richtigen Trends in die Welt zu setzen bzw. setzen zu lassen – denn an einem Trend müssen viele Akteure zusammenarbeiten, Trends entstehen nicht zufällig.

M-Q: Die Tipps auf Ihrer Seite zum umweltbewussten Verhalten, wie bspw. Dusche statt Badewanne  sind doch mittlerweile den meisten Menschen bekannt. Sehen Sie das anders?

Mr. Cool Ness: Ja, aber Wissen bedeutet nicht zwangsläufig handeln, oder? Wie schon gesagt, die Menschen sind gut aufgeklärt, handeln aber nicht! Es ist ein großer Irrtum der Umweltbewegung, zu hoffen, dass, „wenn die Menschen endlich verstanden haben, werden sie endlich richtig handeln.“ Man muss sie sozusagen dazu „verführen.“

M-Q: Haben Sie heute schon selbst einen Beitrag für die Umwelt geleistet?

Mr. Cool Ness: Ich bin kein Auto gefahren, habe mit wasserspaarenden Duschköpfen geduscht, Leitungswasser getrunken, kein Rindfleisch gegessen, wenig Strom verbraucht usw. Wie jeden Tag eben. Im Alltag kann man sehr viel erreichen!

Vielen Dank für das Interview!

Izai Amorim - Gründer und Leiter von "Certified Coolness", München, und Initiator von  Wiesn Klimafreunde (Foto: privat)Izai Amorim (Mr Cool Ness) ist Brasilianer aus Salvador, einer schönen Küstenstadt, die vom Klimawandel bedroht wird. Er ist ausgebildeter Architekt, arbeitet aber seit mehr als 10 Jahren als Branding-Berater. Er setzt sein Wissen und seine Erfahrung im Branding für die Themen Klimawandel, Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein. Er glaubt, dass Klima- und Umweltschutz cool werden und Spaß machen müssen. Er arbeitet daran, Umweltschutz und Nachhaltigkeit zum Coolness-Status zu verhelfen, zu etwas zu machen, das Menschen freiwillig und gerne tun. Nachhaltigkeit muss cool werden – „certified cool“. Deswegen nannte er sein Unternehmen Certified Coolness.

Certified Coolness (Logo: Certified Coolness)Certified Coolness erstellt und verkauft Produkte und Dienstleistungen, die Umweltprobleme lösen und gleichzeitig den Leuten gut tun, ihre Wahrnehmung der Probleme verändern und so zu einer Verhaltensänderung führen. Umwelt- und Klimaschutz wird bei Certified Coolness zum Erlebnis. Das Unternehmen begeistert Menschen und bewegt sie zum Handeln. Es hilft ihnen, ihre Lebensgewohnheiten zu Gunsten eines nachhaltigen Energie- und Ressourcenverbrauchs zu verändern – intelligent, humorvoll und lebensbejahend.

(Fotos: Certified Coolness)

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