Erweiterte solidarische Landwirtschaft: Bio-Olivenöl von Lesbos

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Solidarische Landwirtschaft über die Landesgrenzen hinaus – das ist das Ziel des Hamburger Vereins Platanenblatt, der seit 2014 mit der Genussgemeinschaft Städter und Bauern zusammenarbeitet. Unter dem Namen Platanenblatt produziert der Landwirt Prokopis Bantzis auf Lesbos in einem kleinbäuerlichen Olivengarten hochwertiges Olivenöl nach den Regeln des biologisch-dynamischen Anbaus. Platanenblatt e.V. unterstützt die kleinbäuerliche Landwirtschaft und das Dorfleben auf Lesbos. Wir sprachen mit Urte und Ralf Randel vom Platanenblatt e.V. und Marlene Hinterwinkler von der Genussgemeinschaft Städter und Bauern, die die Zusammenarbeit mit dem Verein Platanenblatt e.V. unterstützt und für eine erweiterte solidarische Landwirtschaft eintritt.

M-Q: Wie ist es zu der Gründung des Vereins Platanenblatt gekommen?
Pb: Der gemeinnützige Verein Platanenblatt e.V. wurde aus einer Notwendigkeit heraus gegründet. Seit über dreizehn Jahren reisen wir regelmäßig auf die Insel Lesbos. Eine liebe Verwandte, die Malerin und Schriftstellerin Carla Randel, lebte über 30 Jahre die Hälfte des Jahres auf Lesbos und die restliche Zeit in Hamburg. Sie war es, die uns auf die Insel holte, und wir sind geblieben, weil wir vom ersten Moment an wussten, dass es unser Platz ist. Natürlich pendeln auch wir zwischen den Welten, insbesondere wegen unserer Kinder. Unser Dorf auf Lesbos heisst Molivos, dort ist unser Insel-Zuhause. Wir haben einen großen Freundeskreis aufgebaut und sind in die Dorfgemeinschaft integriert. Ich schreibe das so ausführlich, weil hier der Impuls für unser Projekt geboren wurde. Als die Griechenlandkrise schon einige Zeit tobte, sprachen wir sehr oft und intensiv mit unseren Freunden in Molivos – Politik, Zukunft, Wurzeln – was wird aus unseren Kindern, können wir hier bleiben, sollten wir gehen … Den Ausschlag gab ein Gespräch darüber, dass die Dorfschule nicht mehr geputzt und geheizt wurde (Einsparungen) und die Kinder aus den entfernteren Bergdörfern nicht mehr zur Schule gefahren wurden (Einsparungen). Wir hatten den Eindruck, dringend etwas Positives tun zu wollen. Aber was? Ich weiß nicht mehr, ob es auch während dieses Aufenthalts war, aber es kann nicht sehr viel später gewesen sein, da besuchten wir das Olivenölmuseum in Agia Paraskevi. Es regnete in Strömen, und dadurch nahmen wir uns ganz bewusst die Zeit, noch die allerletzte Informationstafel ausgiebig zu studieren. Wir lasen, dass die Olivenmühlen traditionell ein Teil der bäuerlichen Zivilgesellschaft waren und die Überschüsse genutzt wurden, um soziale Gemeinschaftsaufgaben eines Dorfes in die eigene Hand zu nehmen, z. B. dem Dorf eine Schule zu bauen. Da hatten wir den Impuls – daran wollten wir anknüpfen. Also beschlossen wir, ein Projekt aufzubauen, das dem traditionellen griechischen Modell nachempfunden ist. Allerdings war auch klar, dass der Absatz des Olivenöls nicht auf der Insel geschehen konnte, denn der lokale Markt war nicht mehr vorhanden. Alle Schritte der Wertschöpfungskette, die sinnvoll auf Lesbos verbleiben konnten, sollten die lokale Wirtschaft stärken, der Absatz des Olivenöls sollte in Deutschland erfolgen. Das Modell der solidarischen Landwirtschaft kannten wir für Produkte der eigenen Region als Stütze der lokalen Landwirtschaft – wir waren Mitglied der Wirtschaftsgemeinschaft beim Kattendorfer Hof. Von Anfang an wollten wir einen Spendenanteil in den Abgabepreis integrieren, der schnell und direkt die Situation vor Ort verbessern kann. Um das transparent gewährleisten zu können, entschlossen wir uns zur Gründung eines gemeinnützigen Vereins, der die Überschüsse aus dem Verkauf des Olivenöls und eventuelle Spenden in gute Projekte leiten kann.

Olivenhain im Frühling (Foto: ???)

Olivenhain im Frühling (Foto: Ralf und Urte Randel)

M-Q: Was genau sind die Ziele des Vereins Platanenblatt e. V.?
Pb: Der gemeinnützige Verein Platanenblatt e. V. wurde am 01. Dezember 2012 von einer kleinen Gruppe engagierter Menschen in Hamburg gegründet. Gründungsimpuls war der Wunsch, den zunehmend sichtbar werdenden sozialen Auswirkungen der Griechenlandkrise auf der Insel Lesbos eine positive Zukunftsidee entgegenzusetzen. Der traditionelle griechische Weg – Überschüsse der kommunalen Olivenölproduktion zur Finanzierung lokaler sozialer Bedürfnisse zu verwenden und somit Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen – ist die bestimmende Leitidee. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf der griechischen Insel Lesbos bei der Wiederbelebung der dörflichen Zivilgesellschaft mitzuwirken und bei der Behebung sozialer Probleme konkret zu helfen.
Der Verein sammelt Spenden, die zur Finanzierung dringender gemeinschaftlicher sozialer Aufgaben auf der Insel Lesbos eingesetzt werden. Es sollen insbesondere Maßnahmen des Naturschutzes und der Pflege der Kulturlandschaft (biologische Bewirtschaftung der Insel-Olivenhaine, umweltverträgliche Olivenölherstellung), Maßnahmen zur Förderung des traditionellen Brauchtums aber auch zur Förderung der Toleranz im Rahmen der Völkerverständigung, der Kunst und Kultur, der Erziehung und Bildung sowie der Jugend- und Altenhilfe finanziell gefördert und umgesetzt werden. Darüber hinaus möchte der Verein die kleinbäuerlichen Inselolivenbauern bei der Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland unterstützen.

Platanenblatt betreibt die erweiterte solidarische Landwirtschaft auf Lesbos als Modellprojekt

M-Q: Sie sprechen bei der Zusammenarbeit mit Plantanenblatt e.V. von erweiterter solidarischer Landwirtschaft. Was meinen Sie damit?
Pb: Die Solidarische Landwirtschaft, wie sie derzeit in Deutschland praktiziert wird, hat als Basis in der Regel regionale Höfe und Produkte. Aus einem erweiterten Blickwinkel wird jedoch schnell klar, jedes landwirtschaftliche Erzeugnis ist regional – und zwar weltweit. Die Natur und die Böden sind weltweit die Grundlage der Landwirtschaft und müssen gesamtheitlich geschützt werden. Auch nicht-regionale Erzeugnisse müssen verantwortlich und nachhaltig hergestellt werden. Das geht nur, wenn die Verbraucher sie in ihren bewussten Konsum einbeziehen. Diese Grundüberzeugung liegt dem Projekt Platanenblatt als erster Initiative der Erweiterten Solidarischen Landwirtschaft zugrunde.
Unser Projekt ist ein soziales Projekt für die Insel Lesbos. Zehn Prozent der Umsätze und evtl. entstehende Überschüsse aus dem Projekt gehen über den gemeinnützigen Verein Platanenblatt e. V. an soziale Projekte auf der Insel. Aufgrund des solidarischen Kalkulationsmodells erwirtschaftet unser Projekt keine Überschüsse. Die 10% Spendenanteil berücksichtigen wir bei der Preiskalkulation als Aufschlag. Hintergrund war der Wunsch, eine Solidarische Landwirtschaft 2.0 aufzubauen, die im internationalen Kontext zum Tragen kommen soll. Wir nennen das Erweiterte Solidarische Landwirtschaft, ein Verweis auf den „erweiterten Kunstbegriff“ und die soziale Plastik von Joseph Beuys.
Uns ist klar, dass das nicht der ursprüngliche SoLawi-Gedanke ist, aber es kann der Ansatz sein, der die internationale SoLawi-Bewegung von der regionalen hier in Deutschland unterscheidet. Im internationalen Zusammenhang ist eine zusätzliche Transferzahlung in die Zivilgesellschaft dringend notwendig, eine reine Bezahlung des Produktes reicht im Grunde in keinem anderen Land als in Deutschland aus. Hier gibt es sozialstaatliche Maßnahmen, Sicherheit und ein finanzielles Netz, das Menschen auffangen kann. Die Zivilgesellschaft ist hoch entwickelt und viele Fördermaßnahmen können stattfinden. Es gibt Sponsoren bzw. Spender, die soziale Aktivitäten fördern. In den Ländern, über die wir sprechen, als Start Griechenland, aber auch viele andere südeuropäische Länder oder Entwicklungsländer, haben diese Sicherheit nicht. Dort gibt es kaum ein soziales Netz, kaum zivilgesellschaftliche Aktivitäten. Für uns liegt es klar auf der Hand, was deshalb einen länderübergreifenden Zweig der SoLawi auszeichnen sollte. Bei diesen Projekten zahlen die Mitglieder für ein tolles Produkt den real notwendigen Preis und darüber hinaus können sie noch eine lokal verankerte Spende zahlen, die der Zivilgesellschaft vor Ort (am Produktionsort des Produktes, das sie aus der länderübergreifenden SoLawi beziehen) zufließt. Dafür schaffen wir mit unserem Modell einen Rahmen und ein Pilotprojekt. Uns liegt dieser Aspekt am Herzen, denn damit kommen wir aus der „rein-deutschen“ Verbraucherhaltung heraus und Externalisieren nicht mehr die Kosten unseres Konsums in Drittländer. Wir leisten einen Beitrag zur Selbsthilfe in den Ländern, aus denen die SoLawis ihre Produkte beziehen, verbinden uns intensiver mit den Menschen vor Ort und die Beiträge des einzelnen sind gering, können aber in der Summe vor Ort ganz viel bewirken!

Erweiterte solidarische Landwirtschaft ist Hilfe zur Selbsthilfe

M-Q: „Auch nicht-regionale Erzeugnisse müssen verantwortlich und nachhaltig hergestellt werden.“ Heißt es in Ihrer Presseerklärung zur Zusammenarbeit der beiden Vereine, Platanenblatt und Genussgemeinschaft. Wäre es nicht konsequenter im Sinn des Umweltschutzes, nur regionale Produkte zu konsumieren?
Pb: Ganz sicher, allerdings nur für den jeweils regionalen Umweltschutz. Und schon an dieser Stelle wird die Fragestellung akademisch, denn es ist nicht zu erwarten, dass sich die Menschen weltweit mittelfristig auf einen rein regionalen Konsum einigen werden. Bis dahin ist es sicher förderlich an den jeweiligen Anbau- und Vertriebsmethoden zu arbeiten, Umweltschutz endet eben nicht an der Haustür, er beginnt nur dort. Abgesehen davon, stellt sich die Frage ob das überhaupt wünschenswert wäre – kulturell, politisch, wirtschaftlich und auch aus Genussaspekten. Und Oliven wachsen nun mal nicht in Deutschland.

Bauern bei der Arbeit im Olivenhain auf Lesbos (Foto:

Bauern bei der Arbeit im Olivenhain auf Lesbos (Foto: Ralf und Urte Randel)

M-Q: Wie viel Olivenöl produziert Platanenblatt pro Jahr?
Pb: Unser Olivengarten misst 40 Hektar, für Inselverhältnisse ein eher großer Hain.
Als wir 2012 begonnen haben, konnten von der Gesamtfläche etwa 10ha bewirtschaftet werden, die restliche Fläche wurde seit Jahren nicht genutzt und war verwildert. Wir sind daher ständig dabei den Hain zu pflegen und schrittweise produktiv zu machen. Aktuell sind wir bei etwa 20ha angekommen die gepflegt und beschnitten sind und damit geerntet werden können. Olivenbäume tragen nur alle zwei Jahre voll, bei der aktuellen Ernte konnten wir ca. 5.000l extra-natives Olivenöl produzieren.

M-Q: Wie und wo kann man das Olivenöl kaufen?
Pb: Das Olivenöl ist nur bei unserem nachbarschaftlichen Bioladen „Hofladen am Stüffel“ und bei uns (Platanenblatt und/oder Genussgemeinschaft Städter und Bauern e.V.) direkt zu erwerben.

Olivenöl-Verkaufsstand von Platanenblatt (Foto: ???)

Erweiterte solidarische Landwirtschaft: Olivenöl-Verkaufsstand von Platanenblatt auf einem Bauernmarkt (Foto: Ralf und Urte Randel)

M-Q: Aktuell kann man sich einen Ernteanteil für die Saison 2015/16 sichern. Dabei kosten 6 Liter Olivenöl, 2 Kanister, EUR 87,-. Ist der Preis von EUR 14,50 pro Liter nicht ein wenig hoch?
Pb: Tatsächlich ist es so, dass der Preis – gemessen an der Qualität des Olivenöls – sehr günstig ist. Das liegt an den nicht existierenden Handelsspannen, der schlanken Organisation und viel ehrenamtlicher Arbeit.
Dass der Preis dennoch eher hoch erscheint liegt an den Vergleichspreisen. Dabei wird allerdings nur der Preis und nicht die Qualität verglichen. Unser Olivenöl wird ganz früh, meist im Oktober, geerntet. Zu diesem Zeitpunkt sind viele Oliven noch grün, andere beginnen gerade ihre Färbung in Richtung „zart lila“ zu verändern. Bei diesem Reifegrad kommt ganz hervorragendes Öl aus den Oliven, allerdings nur sehr wenig davon, da die Oliven gerade erst begonnen haben das Öl zu produzieren. Wir haben also den gleichen Aufwand, auch die gleichen Kosten, wie zu einem späteren Erntezeitpunkt, aber viel weniger Ertrag. Dafür erzielen wir einen großartigen Geschmack und hervorragende Säurewerte.  Die meisten Olivenöle im Handel werden aus dem Öl verschiedener Haine und verschiedener Erntezeitpunkte verschnitten, so dass es für einen 0,8% Säurewert (und damit für die Bezeichnung „extra nativ“) reicht. Unser Olivenöl stammt aus nur einem Hain, wird nicht verschnitten und muss daher aus sich selbst heraus erstklassig sein. Unsere Säurewerte lagen bei der letzten Ernte zwischen 0,1% und 0,3% – es wird täglich gepresst und täglich gemessen.

M-Q: Bei Olivenöl gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede, auch bei Bio-Olivenölen. Kontrolliert Platanenblatt die Qualität des Olivenöls und gibt es Qualitätsnachweise für die Verbraucher?
Pb: Wir pressen die Ernte eines jeden Tages immer am selben Tag. Noch in der Ölmühle erfolgt täglich eine chemische Analyse. Der Hain und die Ölmühle wird von DIO (staatliche, griechische Biokontrolle) und von Demeter International geprüft und zertifiziert. Dafür liegen selbstverständlich Zertifikate vor.

Oliven von Platanenblatt in der Ölpresse (Foto: ???)

Oliven von Platanenblatt in der Ölpresse (Foto: Ralf und Urte Randel)

M-Q: Wird derzeit nur der Olivenanbau von Platanenblatt gefördert oder gibt es weitere landwirtschaftliche Produkte?
Pb: Wir produzieren derzeit noch einige andere Produkte, für die wir aber noch keine Exportgenehmigung haben. So stellen wir zum Beispiel Oliven zum Essen (eingelegt und getrocknet), Oregano, Kamillenblüten, Zistrosenblüten, Johanniskraut-Pflegeöl und verschiedene Gemüse her. Alles in Demeter-Qualität. Wir planen, sobald wir die Voraussetzungen für den Export geschaffen haben, diese Produkte in die Ernteanteile zu integrieren. Da gehören sie ja hin…

M-Q: Urlaub auf dem Bauernhof, eventuell kombiniert mit Mithilfe in der Landwirtschaft, wird von vielen Öko-Touristen geschätzt. Wie steht Platanenblatt zu dieser Möglichkeit, Bio-Landwirtschaft und Gemeinsinn übernational zu fördern?
Pb: Wir bieten allen Mitgliedern der Wirtschaftsgemeinschaft an, den Olivengarten zu besuchen und auch bei der Ernte zu helfen. Einige unserer Vorhaben scheitern derzeit noch an Geldmangel, leider. Da der Hain eher abseits liegt und es in der Nähe keinen mietbaren Wohnraum gibt, planen wir ein existierendes aber verfallenes Gebäude im Hain zu restaurieren und wieder bewohnbar zu machen. Dort könnten wir dann Besucher für die Zeit ihres Aufenthalts unterbringen und verpflegen. Als Übergang oder Ergänzung können wir uns auch eine Jurte vorstellen.

Solidarische Landwirtschaft: Platanenblatt e.V. fördert soziale Projekte und Naturschutzprojekte in den Anbauländern

M-Q: Welche sozialen Projekte auf Lesbos stehen im Fokus von Platanenblatt e.V.?
Pb: Auf der Insel Lesbos kamen seit dem Frühsommer 2015 Flüchtlinge in nicht gekannter Anzahl an. Alle landen an der Nordostküste, weil dort die Entfernung auf dem Seeweg zur Türkei nur ca. 9 km beträgt. Die Flüchtlinge kommen in Schlauchbooten und die Insel hat keine Infrastruktur, um die Erstaufnahme und Registrierung zu gewährleisten. Größere Nichtregierungsorganisationen waren zunächst nur begrenzt im Einsatz. Lediglich Ärzte ohne Grenzen (MSF), International Rescue Committee (IRC) und das UNHCR waren früh von Ort.
Der größte Anteil der Arbeit, gerade zu Beginn des Flüchtlingsstromes im Frühsommer 2015, lag auf der Zivilbevölkerung, die sich aufopferungsvoll im Rahmen ihrer Möglichkeiten kümmerte. Auch im Verlauf der Herbstmonate 2015, als die Präsenz der Hilfsorganisationen zunahm, blieb ein Großteil der Arbeit in den Händen von Volunteers, freiwilligen Helfern. Öffentliche oder staatliche Unterstützung (Griechenland, EU) war zu keinem Zeitpunkt in relevanter Größenordnung zu bemerken.
Die Spendenmittel 2015 sind, wie auf der Mitgliederversammlung beschlossen, vollumfänglich in die Flüchtlingshilfe auf der Insel Lesbos geflossen. Es gab 2015 kein dringenderes Anliegen, als den ankommenden Menschen auf der Insel zu helfen. Der Verein Platanenblatt e.V. hat im Jahr 2015 insgesamt 2.000,00 EUR für die Flüchtlingsarbeit auf der Insel Lesbos zur Verfügung stellen können. Wir danken allen, die diese großartige finanzielle Unterstützung möglich gemacht haben! Alle Details dazu finden sich auf unserer Vereins-Website www.platanenblatt-verein.de.
Da sich die Situation auf der Insel nun dramatisch gewandelt hat, praktisch alle Flüchtlinge haben die Insel verlassen, es kommen fast keine neuen Flüchtlinge an, wird unser soziales Engagement sich wieder auf Maßnahmen des Naturschutzes, der Förderung des traditionellen Brauchtums und der Toleranz im Rahmen der Völkerverständigung, der Kunst und Kultur, der Erziehung und Bildung sowie der Jugend- und Altenhilfe konzentrieren.

Traditionelle kleinbäuerliche Landwirtschaft auf Lesbos (Foto: ???)

Die erweiterte solidarische Landwirtschaft unterstützt die traditionelle kleinbäuerliche Landwirtschaft auf Lesbos (Foto: Ralf und Urte Randel)

M-Q: „Ab 2016 möchten beide Vereine die (…) Zusammenarbeit und die gemeinsamen Ziele durch eine gegenseitige Vereinsmitgliedschaft dokumentieren und zukünftige Aktivitäten für eine solidarische Landwirtschaft und genussvolle Lebensmittel gemeinsam umsetzen“, heißt es in Ihrer Presseerklärung. Was bedeutet das konkret für die Verbraucher und die Menschen auf Lesbos?
Pb: Im ersten Schritt bedeutet es für uns zunächst die Dokumentation einer tollen Zusammenarbeit, die schon seit 2014 wächst und gedeiht. Die beiden Vereine haben große Schnittmengen in ihrem Wunsch gesunde, handwerklich hergestellte Lebensmittel „mit Seele“ mit interessierten Verbrauchern zusammen zu bringen, die Wertschätzung und das Wissen um solche Produkte zu steigern und die solidarische Landwirtschaft zu stärken. Dabei wollen wir die Synergien nutzen, die sich aus dem Zusammenschluss von regionalem und internationalem Denken und Tun ergeben und damit auch mehr Verbraucher interessieren. Das nützt den Menschen in Deutschland und ganz sicher auch den Menschen auf Lesbos.

Vielen Dank für das Gespräch!

Pb: Wir danken herzlich für das Gespräch.

Kontakt:
Platanenblatt e.V.
Randel & Randel GbR – 
Kortenland 8 D – 
22395 Hamburg
Urte und Ralf Randel
Telefon: 00494052721725
E-Mail: post@platanenblatt.de
Internet: www.platanenblatt.de

Genussgemeinschaft Städter und Bauern e.V.
Holzstraße 15b
80469 München

Redaktionelle Betreuung für Termine, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen:
E-Mail: Marlene.Hinterwinkler@t-online.de
Internet: www.genussgemeinschaft.de/

(Fotos: Ralf und Urte Randel)

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