COMAKE Shoes – Schuhe selber machen

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Muenchen-querbeet.de hat bereits in den vergangenen Jahren über COMAKE berichtet. Wie hat sich das Geschäft seit der letzten Berichterstattung entwickelt? Was hat sich geändert? Und warum überhaupt Schuhe selber machen? Birgit Kuhn und Dr. Sofia Delgado, die Gründerinnen von muenchen-querbeet.de haben mit Andreas Sonnefeld und Marcus Slomczyk über COMAKE Shoes gesprochen.

M-Q: Wie sind Sie darauf gekommen, einen Bausatz für Schuhe zu entwickeln?

COMAKE Shoes: Schuhe sind in ihrer Produktion und Entsorgung ein enormes Umweltproblem und erzeugen damit zahlreiche gesundheitliche und soziale Probleme.

Die Umweltproblematik ergibt sich zum einen aus den Ledergerbverfahren in Verbindung mit einer unzureichenden Abwasserentsorgung und zum anderen aus der Tatsache, dass sich kaum jemand mehr die Mühe macht, seine abgelaufenen oder kaputten Schuhe vom Schuhmacher reparieren zu lassen. Ein Großteil der Schuhe wird allerdings bewusst so hergestellt, dass eine Reparatur nur schwer oder gar nicht mehr möglich ist und es zu einem schnellen Verschleiß kommt. Der hierbei anfallende Müll interessiert die Hersteller nur wenig, vielmehr ist für sie von Interesse, dass die Kunden in immer kürzeren Abständen neue Schuhe benötigen und somit die nächste Kollektion kaufen.

Komponenten eines COMAKE Shoes (Foto: COMAKE Shoes)

Komponenten eines COMAKE Shoes (Foto: COMAKE Shoes)

Der Schuh von COMAKE ist da bewusst anders, indem er den Anspruch hat, unabhängig von der nächsten Kollektion und dem nächsten Modediktat durch hochwertige Materialien, ein zeitgemäßes Design und Reparierbarkeit seine TrägerInnen lange begleiten zu können. Aus diesem Grund hat COMAKE einen Bausatz entwickelt, aus dem mit Hilfe weniger Handgriffe ein eigener Schuh zusammengebaut werden kann. Seit November 2013 gibt es zwei Modelle auf dem Markt. Der COMAKE HUNGRY ist ein Weg, um neben dem Preis den eigentlichen Wert des Produktes zu erkennen. Mit dieser neuen Art der Schuhfertigung bieten wir die Möglichkeit sowohl die Reinheit der Materialien als auch die Einfachheit der Konstruktion zu „begreifen“. Schritt für Schritt, allein mit Hilfe der eigenen Hände, erfährt man ein gutes Gefühl und weiß den Wert seiner Schuhe zu schätzen. Aufgrund der aufgewendeten Kraft und Zeit  bauen die TrägerInnen eine persönliche Beziehung zum eigenen Endprodukt auf. Diese Erfahrung führt zu einem sorgsameren Umgang  mit seinem Schuh und der Bereitschaft ihn eher reparieren zu lassen als wegzuwerfen.

Ferse zusammennähen (Foto: COMAKE Shoes)

Ferse zusammennähen (Foto: COMAKE Shoes)

Die soziale Problematik ergibt sich aus den schlechten Arbeitsbedingungen, unter denen die meisten Schuhe bzw. deren einzelne Bestandteile in vielen Ländern hergestellt werden. Hinzu kommen die erheblichen gesundheitlichen Risiken für die Arbeiter. Während des Prozesses der Ledergerbung und der Fertigung der Schuhe in den Fabriken sind die ArbeiterInnen gesundheitsschädlichen Gasen, z.B. durch die Arbeit mit Chrom, ausgesetzt. Dies stellt nicht nur für die ArbeiterInnen eine gesundheitliche Belastung dar, auch das Tragen solcher Schuhe birgt unterschiedliche Risiken, insbesondere für Menschen mit Kontaktallergie. Um dieser problembehafteten Herstellungsweise entgegenzuwirken, haben wir uns mit COMAKE Shoes für qualitativ hochwertige, faire, langlebige und gesunde Schuhe entschieden. Sie stehen für ein ehrliches und transparentes Produkt, bei dessen Herstellung auf einen respektvollen Umgang mit Mensch und Natur geachtet wird. Dementsprechend haben wir uns bei 99,4% der Bestandteile des Schuhs für nachwachsende Rohstoffe entschieden und bei der Gerbung des Leders auf Chrom verzichtet. Durch die Auswahl deutscher bzw. europäischer Hersteller sind faire und sichere Arbeitsbedingungen garantiert, nicht zuletzt, indem die Schuhe mit eigenen Händen fertigstellt werden.

M-Q: Schuhe gehören nicht zu den Kleidungsstücken, die man traditionellerweise selber macht wie z.B. Kleider oder Röcke, die man nähen kann, oder Pullover, die gestrickt werden. Gibt es überhaupt einen Bedarf an selbst gemachten Schuhen?

Seiten zusammennähen (Foto: COMAKE Shoes)

Seiten zusammennähen (Foto: COMAKE Shoes)

COMAKE Shoes: Natürlich weichen wir von den konventionellen Gebieten des DIY im Kleidungsbereich ab. Es gibt aber auch kaum ein Alltagsprodukt, welches solch hohen Belastungen ausgesetzt ist, so schnell verschleißt und bei dessen konventioneller Produktion so viele Probleme entstehen. Mit dem Selbermachen erlangt unser Kunde eine Expertise, um seinen Schuh selbst reparieren zu können und lange Spaß daran zu haben. Die heutige Zeit verlangt einen sorgsamen Umgang mit Konsum zum Schutz der Umwelt. Der COMAKE Schuh ist eine Möglichkeit bewusst etwas mit Spaß zu ändern.

Der Bedarf ist relativ schnell erklärt – fehlende Transparenz, ungenügende Materialien und die Lust sich selbst zu verwirklichen führen dazu, dass Menschen Dinge selbst in die Hand nehmen. Sie wollen dem Produkt vertrauen können. Selbermachen liegt im Trend und bietet die Möglichkeit hinter die Kulissen blicken zu können.Dass das Konzept funktioniert, belegen die Zahlen auf STARTNEXT. Innerhalb von einem Monat haben wir unser Fundingziel erreicht und sogar übertroffen. Außerdem ernannte uns Denis Bartelt, Gründer von STARTNEXT zu seinem Lieblingsprojekt 2013.

M-Q: Die Bausatz-Teile der COMAKE Shoes sind umweltfreundlich und fair produziert, heißt es auf Ihrer Website. Woher stammen die Bausatz-Teile und aus welchen Materialien bestehen sie?

Naht an der Spitze des COMAKE Shoes (Foto: COMAKE Shoes)

Naht an der Spitze des COMAKE Shoes
(Foto: COMAKE Shoes)

COMAKE Shoes: Die Schuhe bestehen zu 99,4 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen.

Für das Oberteil verwenden wir pflanzlich gegerbtes Leder aus Italien. Unsere Gerberei ist Mitglied im Verband „Pelle Conciata al Vegetale in Toscana“, welcher sich ausschließlich der traditionellen und vegetabilen Gerbung verschrieben hat.

Die Laufsohlen bestehen zu 100 Prozent aus Naturlatex und werden per Hand in Frankreich gegossen.

In Deutschland werden zum einen das Fußbett, bestehend aus Kork, Jute und Latex, und zum anderen unsere Schnürsenkel gefertigt. Sie bestehen zu 75 Prozent aus Baumwolle und zu 25 Prozent aus Polyamid, wodurch sie besonders reißfest sind.

Das Garn, mit dem sowohl das Oberteil vernäht als auch die Sohle am Schuh befestigt wird, stammt ebenfalls aus italienischer Produktion. Es ist aus Gründen der besseren Haltbarkeit und der komfortableren Verarbeitung aus Polyester gefertigt.

M-Q: Wie lange dauert es, bis man einen bzw. zwei Schuhe zusammengebaut hat und welche Kenntnisse braucht man dafür?

COMAKE Shoes: Circa 1,5 h pro Schuh – dies ist unser getesteter Wert, den wir  auch von unseren Kunden mitgeteilt bekommen haben. Aus Erfahrung dauert der erste Schuh etwas länger. Nach der kurzen Einarbeitung ist der zweite Schuh meist ohne Bauanleitung in wesentlich kürzerer Zeit zusammmengebaut. Spezielle Kenntnisse sind nicht von Nöten – ein wenig handwerkliches Geschick und fertig ist der Schuh. Die Bauanleitung zeigt dabei detailliert Schritt für Schritt das Vorgehen. Alle Teile sind vorgefertigt und lassen sich ohne große Kraftanstrengung zusammenfügen. Außerdem haben wir Arbeitsschritte, die ein hohes Fehlerpotenzial aufweisen wie Schneiden oder Stanzen, bereits erledigt, um den Spaß mit Erfolg zu besiegeln.

M-Q: Die Reparierbarkeit des Schuhs ist ein Argument für COMAKE Shoes. Wie strapazierfähig sind COMAKE Shoes und wie lange halten sie bei einer normalen Beanspruchung?

Innensohle einlegen (Foto: COMAKE Shoes)

Innensohle einlegen (Foto: COMAKE Shoes)

COMAKE Shoes: Die Haltbarkeit von Schuhen ist von verschiedensten Faktoren, wie z.B. Passung, Material, Verarbeitung, Tragehäufigkeit, Pflege, Tragepause (Lüftung und Trocknung) sowie von der Gangart und dem Gewicht der TrägerInnen abhängig.

Bei unseren Tragetest haben wir verschiedenste Personen mit unterschiedlichen Gewohnheiten unsere Schuhe testen lassen. Bisher können wir davon ausgehen, dass der Schuh herkömmlich gefertigten Qualitätsschuhen in nichts nachsteht. Die Verschleißkomponenten bei Schuhen sind die Laufsohlen. Das ist auch bei COMAKE nicht anders. Unsere Naturlatexsohlen sind sehr komfortabel, demzufolge weicher als herkömmliche Kunststoffsohlen und unterliegen deshalb einem höheren Verschleiß. Jedoch können wir sagen, dass unsere Tester mittlerweile ein dreiviertel Jahr mit einer Sohle laufen, und das bei täglicher Nutzung, bei Wind und Wetter. Wie bei allen Naturlatexsohlen ist allerdings zu beachten, dass man die Sohlen von Lösungsmitteln fern halten sollte. Da Latex hiervon angegriffen wird und sich die Haltbarkeit der Sohle verringert.

Schnürsenkel einfädeln (Foto: COMAKE Shoes)

Schnürsenkel einfädeln (Foto: COMAKE Shoes)

Der Schaft des COMAKE HUNGRY besteht gegenüber herkömmlichen Schuhen aus nur einem Stück vegetabil gegerbten Rindsleder, mit einer Stärke von 2,2 mm. Dieser Aufbau gewährleistet durch den sparsamen Einsatz von Nähten eine hohe Lebensdauer und einen hohen Tragekomfort.

Soll der COMAKE Schuh ein langer Begleiter sein, empfiehlt es sich dem Schuh auch mal eine Pause zu gönnen – am besten im Intervall: 1 Tag tragen, 1 Tag Pause. Dabei kann der Schuh entspannen und trocknen. In Kombination mit dem COMAKE Schuhspanner bekommt der Schuh nach dem Tragen seine Form zurück. Der perfekt auf den HUNGRY und LAZY abgestimmte Schuhspanner erhält die Form, glättet Gehfalten aus dem Leder und unterstützt den natürlichen Trocknungsprozess des Schuhs.

M-Q: Sind die Schuhe wasserdicht?

COMAKE Shoes: Dicht? Nein „natürlich“ nicht! Da wir auf jede Art von Klebstoff oder Anschäumtechnik verzichten, ist es unmöglich einen Schuh wasserdicht zu bekommen. Die COMAKEs sind mit herkömmlichen rahmengenähten Schuhen vergleichbar. Um eine Wasseraufnahme an der Sohlennaht zu verhindern haben wir Dichtmembranen, welche man bei der Fertigung durchsticht, sowie ein gewachstes Garn, welches das Wasser nicht kapillar leitet, eingebracht. Die größte Fläche macht aber das Leder aus, welches atmungsaktiv und saugfähig ist. Eine Eigenschaft, für die wir uns bewusst entschieden haben –  und weil der Schuh nicht verschlossen  ist, gibt es auch keine Schweißfüße. Die Dicke des Leders sowie dessen natürlicher Fettgehalt ist jedoch höher als bei herkömmlichen Schuhen und verhindert somit ein schnelles Durchweichen. Wer seinen Schuh dennoch mit Wachs „verschließen“ möchte, kann das natürlich tun. Er muss nur darauf achten, ein Wachs zu verwenden, welches Naturlatex nicht angreift. Auch die Farbe des Leders wird sich dadurch ein wenig verändern.

M-Q: Wie aufwändig ist das Austauschen der Sohle?

COMAKE Shoes Laufsohle (Foto: COMAKE Shoes)

COMAKE Shoes Laufsohle (Foto: COMAKE Shoes)

COMAKE Shoes: Eigentlich ganz einfach! Die alte Sohle wird entfernt, indem lediglich der Garn aufgeschnitten wird.  Aufgrund der regelmäßig angeordneten Löcher  kann die neue Sohle schnell und leicht, innerhalb einer halben Stunde mit dem Schaft verflochten werden.  Auch hier bietet die Bauanleitung eine große Hilfe.

M-Q: Der COMAKE HUNGRY besteht zu 99,4 Prozent aus Öko-Materialien und kostet 130 Euro. Für diesen Preis bekommt man durchaus fertige Öko-Schuhe im Handel. Lohnt sich das Selbermachen vor diesem Hintergrund?

COMAKE Shoes: Sicherlich gibt es fertige Öko-Schuhe, die preislich mit dem COMAKE HUNGRY vergleichbar sind. Jedoch ist COMAKE mit der Summe seiner Merkmale als preiswert einzustufen. Das Selbermachen lohnt sich dabei in jedem Fall. Nicht nur, dass man den Wert seiner Schuhe schätzen lernt, sondern auch weiß, wie man sie repariert.

Einlegesohle aus Kork (Foto: COMAKE Shoes)

Einlegesohle aus Kork (Foto: COMAKE Shoes)

Zudem bieten wir damit die Möglichkeit in einer Tätigkeit und einem Produkt aufzugehen, den Alltag zu entschleunigen und sich selbst zu verwirklichen.  Weiterhin hat der Kunde durch diese Art der Fertigung neben dem guten Gefühl an der Entstehung eines umweltfreundlichen Produktes mitgewirkt zu haben auch die Chance, jedes Teil einzeln unter die Luppe zu nehmen und zu beschnuppern. Dies ermöglicht einen genauen Rückschluss über die verwendeten Materialien und die Herkunft der einzelnen Teile. Eine solche Transparenz ist einzigartig.

M-Q: Derzeit gibt es zwei Modelle, den COMAKE HUNGRY und den COMAKE LAZY. Der COMAKE HUNGRY wird in einer Schuhmanufaktur angefertigt, ist also kein Bausatz zum Selbermachen. Warum sind Sie bei diesem Modell von der Grundidee des Selbermachens abgewichen?

COMAKE HUNGRY (Foto: COMAKE Shoes)

COMAKE HUNGRY (Foto: COMAKE Shoes)

COMAKE Shoes: Ziel von COMAKE ist es, gute, solide Schuhe anzubieten, die eine echte Alternative zu schnelllebigen Modetrends, billiger Massenware und irreparablen Wegwerftretern darstellen. Schuhe, deren Einzelteile garantiert unter gerechten Arbeitsbedingungen produziert wurden. Bei dessen Herstellung die Achtung der natürlichen Ressourcen und der Umwelt im Vordergrund stehen. Langlebigkeit, Transparenz und Ehrlichkeit sind die Werte, die COMAKE Schuhe auszeichnen. Wir wollen den Menschen die Möglichkeit eines bewussten Konsums bieten. Insbesondere allen, die Dinge gern selbst in die Hand nehmen, die wissen möchten, welche Materialien sie am Körper tragen und die an fairen Herstellungsbedingungen interessiert sind. COMAKE Schuhe sind für diejenigen, die sowohl auf Gesundheit als auch auf den Schutz der Umwelt Wert legen und dennoch nicht auf einen gewissen Lifestyle verzichten wollen.

COMAKE Lazy in Natur Marine (Foto: COMAKE Shoes)

COMAKE Lazy in Natur Marine (Foto: COMAKE Shoes)

Der COMAKE HUNGRY ist natürlich der Schuh, der einen transparenten und bewussten Konsum am besten ermöglicht, weil er ihn erlebbar macht. Fehlt aber gerade die Zeit seinen eigenen COMAKE HUNGRY selbst zu fertigen, gibt es den COMAKE LAZY. Er ist ebenso COMAKE, denn auch er bietet die Möglichkeit selbst aktiv und tätig zu werden, sobald die Sohlen abgelaufen sind und ersetzt werden müssen.

M-Q: Ursprünglich war geplant, dass der COMAKE Shoes Online-Shop im Januar 2013 online geht, eine limited Edition sollte noch 2012 erhältlich sein. Jetzt hat es mehr als ein Jahr länger gedauert. Warum?

Garn und Nadeln für COMAKE Shoes (Foto: COMAKE Shoes)

Garn und Nadeln für COMAKE Shoes (Foto: COMAKE Shoes)

COMAKE Shoes: Sie wissen doch: Man braucht für alles doppelt so lange, wie man anfangs denkt. Spaß beiseite!

Als muenchen-querbeet.de zum ersten Mal (2012) über uns berichtet hat, waren Konzept und Schuh nicht dem heutigen Stand vergleichbar. Der bei KARMA KONSUM vorgestellte Schuh war reines Konzept und nur schwer für uns und mit Hilfe des Kunden produzierbar. Unterschiedliche Faktoren, wie Produktionsverfahren, Mindestabnahmemengen bestimmter Materialien,  die von uns geforderte Kundenintegration und das dafür bereitzustellende Schuhmachernetzwerk,  trugen zur Verzögerung bei. Qualität, Design und Kundenergonomie wären so lange nicht auf dem Stand von heute.

Auch der Absprung eines Teammitglieds hat uns zeitlich ausgebremst und zurückgeworfen – aber all das gehört zu einem Startup dazu und ist aus heutiger Sicht normal.

Mit dieser Verzögerung im Rücken haben wir Ende 2012 zu zweit begonnen, den Schuh mit den Erfahrungen der vergangenen Monate neu zu entwickeln. Dafür galt es, neue Materialien, Lieferanten und Verarbeiter zu finden und Werkzeuge neu zu konstruieren. Parallel dazu haben wir begonnen, die Startnext-Kampagne auf die Beine zu stellen, welche Ende 2013 unseren Marktstart im eigenen Shop zum 1. April eingeläutet hat.

M-Q: Wo kann man COMAKE Shoes kaufen – nur online in Ihrem Online-Shop oder auch im stationären Handel?

COMAKE Shoes: Im Moment sind COMAKE Shoes in unserem eigenen Onlineshop auf www.comake.de und seit 12. Mai auf www.avocadostore.de/shops/comake erhältlich. Jedoch hoffen wir bald auch im Einzelhandel die COMAKEs anbieten zu können! Hierfür sind wir gerade mit Händlern in Kontakt, welche zunächst lokal in unserer Umgebung den Schuh vertreiben werden. Mittelfristig ist es angedacht, in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz stationär zu verkaufen.

M-Q: Der COMAKE Shoes Online-Shop ist Mitte April 2014 gestartet. Wie ist die Resonanz in der Öffentlichkeit und die Nachfrage nach dem Schuh-Bausatz bzw. den Schuhen?

COMAKE Shoes im Karton (Foto: COMAKE Shoes)

COMAKE Shoes im Karton (Foto: COMAKE Shoes)

COMAKE Shoes: Wir sind zufrieden! Nach dem Erfolg unserer Crowdfunding-Kampagne auf Startnext und der Auslieferung der „Dankeschöns“ an die Crowd konnten wir fast täglich einen Schuh über unseren Shop versenden. Das reicht bei weitem nicht, um davon zu leben. Jedoch hoffen wir mit steigender Bekanntheit noch mehr Menschen von unserem Konzept überzeugen und mehr Kunden gewinnen zu können.

Gerade in Weimar sieht man täglich unsere Schuhe, was uns  sehr stolz macht. Es zeigt sich, dass die Strategie mit HUNGRY und LAZY aufgeht! Unsere Kunden, gerade die jüngeren, bauen sehr gern und wollen bewusst ihren Schuh erleben. Kunden, die schon fest im Job stehen und keine Zeit zum Selberbauen haben, kaufen den LAZY.

Auch die Presse interessiert sich für das Konzept. Berichte in der Thüringer Allgemeine, Designreport, Schuhkurier, starting-up, sowie auf MDR und RBB freuen uns sehr und helfen, die Bekanntheit zu steigern.

COMAKE Shoes im Einsatz (Foto: Ronny Staps)

COMAKE Shoes im Einsatz (Foto: Ronny Staps)

M-Q: Die beiden Modelle, HUNGRY und LAZY, sind, was das Aussehen angeht, eher Herrenschuhe. Gibt es Pläne, auch Damenschuhe und Kinderschuhe als Bausatz zu produzieren?

COMAKE Shoes: Der COMAKE HUNGRY sowie der LAZY wurden als Unisex-Schuhe im Mokassin-Stil entwickelt. Durch die flache Sohle und verschiedene Farbkombinationen stehen beide Modelle nicht für ein bestimmtes Geschlecht. Das zeigen auch die bisherigen Verkaufszahlen.

Mittelfristig ist es angedacht unser Angebot um weitere Unisex-Modelle für Freizeit und Business zu erweitern, den Größengang auszubauen und neue Farbkombinationen anzubieten.

Auch die Entwicklung eines COMAKE Kinderschuhs ist aufgrund der hohen Nachfrage ein wichtiger Punkt auf unserer TO-DO-Liste.

M-Q: Vielen Dank für das Gespräch.

Team COMAKE Shoes

Team COMAKE Shoes: Marcus Slomczyk (li.) und Andreas Sonnefeld (re.) (Foto: ???)

Information und Kontakt:

COMAKE Shoes
Sonnefeld Slomczyk GbR
Marienstr. 16
99423 Weimar
+49 (0) 3643 457 364 0
+49  (0) 3643 583 923

www.comake.de

www.facebook.com/ComakeShoes

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2 Kommentare

  1. Klingt interessant. Vor allem, weil man sich so seinen „Lieblingsschuh“ deutlich länger erhalten kann, wenn man einfach die einzelnen Bestandteile immer wieder erneuern kann. Das ist ne coole, ökologische Idee!

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